Was ist eigentlich ein Cookie?

Cookies sind kleine Textdateien, die von einer Website hinterlegt werden können

Ich glaube, es gibt im World Wide Web kaum etwas Gewöhnlicheres und Normaleres als Cookies. Dabei ist ein Cookie nur eine kleine Textdatei, die von einem Browser gespeichert wird und gewöhnlich dazu dient, Einstellungen zu sichern oder einen Benutzer beim Aufruf einer Website wieder zu erkennen. Letzteres ist natürlich der springende Punkt, wenn es um den Datenschutz geht.

So ein Cookie enthält in der Tat nichts anderes als reinen Text. Aber warum um alles in der Welt machen alle so einen riesen Wirbel um diese kleinen „Kekse“? Denn wenn man nach der allgemeinen Hysterie urteilt, stehen Cookies den übelsten Trojanern in nichts nach, entführen Kinder und Jungfrauen, schwängern Hund und Katze und machen Dich bei Deinen Freunden schlecht. Ok, das ist übertrieben. Absoluter Unsinn. Cookies sind keine Schadsoftware und sorgen auch nicht für den nächsten Wurf Welpen. Aber sie können unter Umständen dazu genutzt werden, einen Benutzer zu verfolgen. Und das ist für zart besaitete Zeitgenossen noch ein bisschen schlimmer.

Das Cookie-Grundgesetz

Cookies werden von Websites auf dem Computer des Benutzers gesetzt. Einfach so. Aber eine Website darf aus Sicherheitsgründen nicht direkt auf das Endgerät des Anwenders zugreifen. Also muss diese Aufgabe vom Browser übernommen werden. Das hat zur Folge, dass Cookies immer in direkter Nähe des Browsers gespeichert werden. Und wer die kleinen bösen Cookiesviecher nicht auf seinem Rechner haben möchte, muss – der Logik sei dank – im Browser dafür sorgen, dass sie draußen bleiben. 

Umgekehrt darf aber nur die Website einen Cookie auslesen, die ihn auch gesetzt hat. Genau dies bezeichnen wir als das Cookie-Grundgesetz.

Darüber hinaus hat jedes Cookie eine begrenzte Lebensdauer. Im einfachsten Falle wird das Cookie gelöscht, wenn Du das Browserfenster schließt, also am Ende der Sitzung. Auch Dein Browser kann dafür sorgen, dass Cookies nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden. Und schließlich haben manche Cookies eine vorgegebene Lebensdauer. Diese kann in manchen Fällen Monate oder sogar Jahre betragen.

Welche Cookies werden bei Dir gespeichert?

Wenn Du diese Seite aufrufst, wird Dein Browser einen Cookie von „wockenfoth.de“ speichern. Dieser Cookie enthält eine sogenannte Session-ID. Dabei handelt es sich um eine Zeichenkette, die auch als Sitzungskennung oder Sitzungsnummer bezeichnet wird. Anhand dieser Kennung kann festgestellt werden, welche Aufrufe Du auf dieser Seite getätigt hast. Allerdings ist das auch schon alles. Allein durch dieses Cookie werde ich niemals erfahren, wer Du bist, wo Du wohnst oder welches Bier Du am liebsten trinkst. Und wenn Du Deinen Browser schließt, ist die Sitzung beendet und das Cookie ist Geschichte.

Ein weiteres Cookie, welches bei Dir gespeichert wird, stammt nicht von mir, sondern von Google. Warum? Weil diese Website den Analysedienst Google Analytics nutzt. Was für manche Menschen ein ganz böses Werkzeug ist, ist für den SEO eine wahre Schatztruhe. Aber das nur am Rande.

Google setzt allerdings nicht nur ein Cookie, sondern gleich drei. 

  • Analytics-Cookie mit einer Lebensdauer von zwei Jahren
  • Nutzer-ID-Cookie mit einer Lebensdauer von 24 Stunden
  • Analytics- bzw. TagManager-Cookie mit einer Lebensdauer von 1 Minute

Diese drei Cookies dienen dazu, Nutzungsstatistiken aufzuzeichnen und eine Analyse dieser Seite zu ermöglichen. Schließlich möchte ich ja auch wissen, ob Du mit dieser Seite zurecht kommst. Aber auch durch diese drei Cookies werde ich niemals erfahren, wie Du heißt, wie alt Du bist, nicht einmal welches Auto Du fährst. 

Wenn Du diese Seite wieder verlässt, kann ich nicht einmal mit Sicherheit sagen, welchen Browser Du nutzt und welches Betriebssystem im Hintergrund läuft. Denn auch wenn mit Google Analytics vieles aufgezeichnet wird, werde ich niemals in der Lage sein, Deine Identität festzustellen.

Also: ruhig Blut.